Wechseljahre und Osteoporose

Das müssen Sie wissen

Viele Frauen verbinden die Wechseljahre vor allem mit typischen Veränderungen wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafproblemen. Was dabei oft in den Hintergrund rückt, ist die Knochengesundheit. Mit dem Absinken des Östrogenspiegels verändert sich auch der Knochenstoffwechsel. Der Körper baut mehr Substanz ab, als er neu bildet. Osteoporose zählt deshalb zu den häufigsten gesundheitlichen Begleiterscheinungen dieser Lebensphase. Wer die Zusammenhänge kennt, kann frühzeitig gegensteuern und das Risiko für spätere Knochenbrüche senken. In diesem Beitrag erfahren Sie, was im Körper während der Wechseljahre passiert, wie sich Osteoporose entwickelt und welche Möglichkeiten Sie haben, Ihre Knochen langfristig zu stärken.

Wechseljahre Osteoporose
Osteoporose: Ihre Knochen im Wandel

Knochen wirken stabil und unveränderlich, doch im Hintergrund laufen ständig Umbauprozesse ab. Der Körper baut alte Substanz ab und ersetzt sie durch neue. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass Ihre Knochen belastbar bleiben und den Anforderungen des Alltags standhalten.

Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, nimmt die Knochendichte nach und nach ab. Die feine innere Struktur wird lückenhafter, die Stabilität lässt nach und die Belastbarkeit sinkt. Bei fortschreitendem Knochenschwund spricht man von Osteoporose.

Typische Folgen von Knochenschwund sind:

Osteoporose betrifft Frauen deutlich häufiger als Männer. Etwa jede dritte Frau entwickelt im Laufe ihres Lebens eine verminderte Knochendichte oder Osteoporose. Das Risiko nimmt insbesondere nach den Wechseljahren deutlich zu (Quelle: Deutsche Menopause Gesellschaft e. V.).

Wechseljahre Osteoporose
Wechseljahre: Veränderungen, die mehr beeinflussen als gedacht

Die Wechseljahre (Klimakterium) beginnen meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. In dieser Phase lässt die Funktion der Eierstöcke schrittweise nach. Eisprünge bleiben häufiger aus und die Hormonproduktion verändert sich deutlich. Vor allem der Östrogenspiegel sinkt, während sich auch andere hormonelle Abläufe neu einpendeln. Die Periode wird zunächst unregelmäßig und bleibt schließlich ganz aus (Menopause). Eine Schwangerschaft ist dann nicht mehr möglich.

Östrogen übernimmt im Körper eine zentrale Rolle. Es beeinflusst nicht nur den Zyklus, sondern auch den Stoffwechsel, den Zustand der Schleimhäute und den Knochenstoffwechsel. Sinkt der Hormonspiegel, reagiert der Körper auf mehreren Ebenen.

Besonders deutlich zeigt sich das im Knochen. Östrogen hemmt normalerweise den Knochenabbau. Fällt dieser Schutz weg, verschiebt sich das Gleichgewicht: Der Körper baut mehr Knochensubstanz ab, als er neu bildet. Die Knochendichte nimmt schneller ab als zuvor.

Daher steigt in den Wechseljahren das Risiko für Osteoporose deutlich an.

Wechseljahre: Das können Sie tun, um Osteoporose vorzubeugen

Mit dem Absinken des Östrogenspiegels verändern sich auch die Anforderungen an Ihren Körper. Gerade jetzt kommt es darauf an, den Knochenstoffwechsel aktiv zu unterstützen und den Abbau möglichst zu verlangsamen.

Grundlegende Maßnahmen für stabile Knochen:

Zudem ist auch eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Eine Knochendichtemessung zeigt frühzeitig, ob Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen im Einzelfall infrage kommen.

Wechseljahre und Osteoporose: Knochendichte messen, Risiko erkennen

Mit den hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren steigt das Risiko für einen beschleunigten Knochenabbau. Eine Knochendichtemessung hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und das persönliche Risiko besser einzuschätzen.

Eine erste Messung empfiehlt sich häufig bereits zu Beginn der Wechseljahre oder kurz danach.

Ergänzend zur Knochendichtemessung kann auch eine Laboranalyse sinnvoll sein. Bestimmte Blutwerte geben Hinweise darauf, wie aktiv der Knochenstoffwechsel ist und ob mögliche Mangelzustände vorliegen. Dazu zählen unter anderem Vitamin D, Calcium sowie spezielle Marker des Knochenauf- und -abbaus. Auch ein Blick auf den Hormonstatus kann sich lohnen.

Die Kombination aus Knochendichtemessung und Laboranalyse ermöglicht eine umfassende Einschätzung Ihrer Knochengesundheit und bildet die Grundlage für eine individuell abgestimmte Vorsorge oder Therapie.

Osteoporose behandeln in Frankfurt: Therapie-Optionen bei Dr. Tabrizi

Die Behandlung von Osteoporose in unserer Praxis in Frankfurt verfolgt ein klares Ziel: den Knochenabbau bremsen, die Stabilität verbessern und das Risiko für Knochenbrüche senken. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vom Ausmaß der Erkrankung und Ihrem individuellen Risiko ab.

Wenn bereits Osteoporose vorliegt, können bestimmte Medikamente helfen. Dazu zählen unter anderem:

  • Bisphosphonate (hemmen den Knochenabbau)
  • Denosumab (beeinflusst den Knochenstoffwechsel)
  • Selektive Östrogenrezeptor-Modulatoren (wirken ähnlich wie Östrogen auf den Knochen)
  • Parathormon-Analoga (fördern den Knochenaufbau)

Eine frühzeitige und konsequente Behandlung trägt entscheidend dazu bei, die Knochengesundheit zu erhalten und Ihre Lebensqualität langfristig zu sichern.

Kontaktieren Sie uns gerne, um einen Termin zur Osteoporose-Vorsorge zu vereinbaren!

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